Der medizinische Fortschritt hat sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu einer höheren Lebenserwartung geführt. Es ist bekannt, dass alle entwickelten Länder mit einem wachsenden Anteil älterer Menschen und damit auch mit den gesundheitlichen Problemen des Alters konfrontiert sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass trotz besserer Prävention bei der jüngeren Bevölkerung der Bedarf an prothetischem Zahnersatz weiter steigen wird. Mit dem zunehmenden Bewusstsein der Menschen, die solchen Zahnersatz benötigen, wächst zugleich der Bedarf an qualitativ hochwertigeren Versorgungen.
Studien zufolge lassen sich Funktion und Ästhetik aller Arten von prothetischem Zahnersatz durch den Einsatz von Zahnimplantaten verbessern: Die Beißkraft nimmt zu, die Kaueffizienz wird größer und die Kaubewegungen werden besser koordiniert … Dadurch sinkt bei zahnlosen Patienten die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung, andere Abschnitte des Verdauungstrakts werden positiv beeinflusst, der Zustand systemischer Erkrankungen kann sich verbessern, der Bedarf an Medikamenten gegen diese Erkrankungen sinkt, die Lebensqualität verbessert sich und die Patientenzufriedenheit steigt. Die genannten Zusammenhänge wirken auch in umgekehrter Richtung, wodurch der Therapieeffekt noch größer wird.
Bei der Versorgung älterer Menschen mit Zahnimplantaten begegnen uns besondere Fragestellungen. Obwohl ältere Menschen aufgrund allgemeiner Vorstellungen häufig von einem solchen Eingriff Abstand nehmen, zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass das Alter selbst weder den Erfolg des operativen Verfahrens noch das Überleben der Implantate beeinflusst. Statistiken zeigen, dass die Zehnjahres-Überlebensrate von Implantaten bei Menschen über 60 Jahren zwischen 90 und 95 % liegt. Allerdings steigt mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit systemischer Erkrankungen, die den Erfolg einer Implantatversorgung beeinflussen können.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen heute kein Hindernis mehr dar, das eine Versorgung mit Zahnimplantaten verhindern oder gefährden würde. Vor einer Operation sprechen wir uns meist mit dem behandelnden Facharzt ab, bereiten den Patienten entsprechend auf den Eingriff vor und vermeiden Risiken, die der Eingriff mit sich bringen könnte. Nach dem sechzigsten Lebensjahr leidet durchschnittlich jeder vierte ältere Mensch an den Folgen von Diabetes, meist Typ II. Auch bei Patienten, die ihre Erkrankung mit Diät, Tabletten oder Injektionen erfolgreich behandeln, beobachten Fachleute weltweit einen etwas höheren Anteil verlorener Implantate. Dieser ist jedoch nicht so hoch, dass allein wegen der Erkrankung von Implantaten abgeraten werden müsste. Die Dauer des Diabetes spielt dabei eine wichtige Rolle: Je länger ein Patient an Diabetes leidet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs. Fünf bis zehn Prozent der Menschen zwischen fünfzig und siebzig Jahren leiden an den Folgen einer Osteoporose. Die Erkrankung verändert den Knochenstoffwechsel und könnte theoretisch den Erfolg einer Implantatversorgung beeinflussen. Es wurde jedoch festgestellt, dass für den Erfolg lediglich die lokale Knochenqualität im Kiefer entscheidend ist, die üblicherweise nicht dieselben Veränderungen zeigt wie Knochen an anderen Stellen des Körpers. Bestimmte Gewohnheiten haben einen wesentlich größeren Einfluss auf den Erfolg des Eingriffs als die bisher beschriebenen ernsthaften Erkrankungen. Gerade bei älteren Patienten darf der Einfluss des Rauchens nicht unterschätzt werden. Alle bisherigen Studien zeigen, dass Rauchen die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung des Gewebes um das Implantat (Periimplantitis) stark erhöht und dadurch zum Verlust des Implantats führen kann. Für Alkoholismus lässt sich Vergleichbares nicht behaupten. Gute Mundhygienegewohnheiten sind die Grundlage für ein langes Überleben eines Zahnimplantats. Sämtliche bisherigen Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen schlechter Hygiene und vorzeitigem Implantatverlust gezeigt. Gerade unter älteren Menschen gibt es viele, die aufgrund eingeschränkter motorischer oder anderer Fähigkeiten nicht in der Lage sind, Zahnimplantate richtig zu pflegen. Dieser Faktor darf bei der Planung einer solchen Versorgung nicht außer Acht gelassen werden. Die Mundhygiene steht in Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen angesichts der Umstände häufig nicht an erster Stelle; dasselbe gilt auch in den Familien älterer Menschen. Aus unserer eigenen Praxis können wir sagen, dass die regelmäßige Kontrolle der Hygiene unverzichtbar ist und das wiederholte Hinweisen der Betreuungspersonen auf dieses Problem eine zentrale Aufgabe darstellt, wenn wir uns für einen Eingriff bei älteren Patienten entscheiden.
Je nach Problematik, die das Risiko eines Misserfolgs erhöht, entscheiden wir uns für eine konventionelle prothetische Versorgung oder eine implantatgestützte Versorgung. In jedem Fall suchen wir nach Lösungen, die mit möglichst geringem Aufwand für den Patienten, möglichst geringem Misserfolgsrisiko und möglichst geringer finanzieller Belastung zu einer optimalen prothetischen Versorgung mit Zahnimplantaten führen. Die häufigste Lösung, die wir bisher eingesetzt haben und die auch in der internationalen Literatur besonders häufig und als optimal beschrieben wird, ist die Versorgung des zahnlosen Unterkiefers mit zwei Implantaten und einer Totalprothese. Durch starke Knochenresorption und den Verlust vertikaler Komponenten verliert der Unterkiefer die Möglichkeit, einer unteren Totalprothese ausreichend Halt zu geben. Konventionelle Prothesen werden dadurch instabil. Zwei Implantate in dem Bereich, in dem die Knochenqualität am besten ist und das Risiko fachlicher Fehler und damit von Komplikationen gering ist, bieten der Prothese ausreichenden Halt. Die zeitliche Belastung durch den Eingriff ist minimal, die Heilungsdauer des Operationsgebiets kurz und die Implantate können relativ schnell belastet werden. Meist verwenden wir die bereits vorhandene Totalprothese, wodurch die Belastung für den Patienten zusätzlich sinkt und der okklusale Komfort (Bissgewohnheiten) unverändert bleibt. Dies ist besonders wichtig, weil ältere Menschen Veränderungen in der Regel schwerer akzeptieren.
Angesichts der Tabus, die bei der Versorgung älterer Menschen mit Zahnimplantaten bestehen, ist es unsere Aufgabe, sie aufzuklären und sie zu Schritten zu ermutigen, die ihr Leben verlängern und dessen Qualität verbessern können.
Studien zufolge lassen sich Funktion und Ästhetik aller Arten von prothetischem Zahnersatz durch den Einsatz von Zahnimplantaten verbessern: Die Beißkraft nimmt zu, die Kaueffizienz wird größer und die Kaubewegungen werden besser koordiniert … Dadurch sinkt bei zahnlosen Patienten die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung, andere Abschnitte des Verdauungstrakts werden positiv beeinflusst, der Zustand systemischer Erkrankungen kann sich verbessern, der Bedarf an Medikamenten gegen diese Erkrankungen sinkt, die Lebensqualität verbessert sich und die Patientenzufriedenheit steigt. Die genannten Zusammenhänge wirken auch in umgekehrter Richtung, wodurch der Therapieeffekt noch größer wird.
Bei der Versorgung älterer Menschen mit Zahnimplantaten begegnen uns besondere Fragestellungen. Obwohl ältere Menschen aufgrund allgemeiner Vorstellungen häufig von einem solchen Eingriff Abstand nehmen, zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass das Alter selbst weder den Erfolg des operativen Verfahrens noch das Überleben der Implantate beeinflusst. Statistiken zeigen, dass die Zehnjahres-Überlebensrate von Implantaten bei Menschen über 60 Jahren zwischen 90 und 95 % liegt. Allerdings steigt mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit systemischer Erkrankungen, die den Erfolg einer Implantatversorgung beeinflussen können.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen heute kein Hindernis mehr dar, das eine Versorgung mit Zahnimplantaten verhindern oder gefährden würde. Vor einer Operation sprechen wir uns meist mit dem behandelnden Facharzt ab, bereiten den Patienten entsprechend auf den Eingriff vor und vermeiden Risiken, die der Eingriff mit sich bringen könnte. Nach dem sechzigsten Lebensjahr leidet durchschnittlich jeder vierte ältere Mensch an den Folgen von Diabetes, meist Typ II. Auch bei Patienten, die ihre Erkrankung mit Diät, Tabletten oder Injektionen erfolgreich behandeln, beobachten Fachleute weltweit einen etwas höheren Anteil verlorener Implantate. Dieser ist jedoch nicht so hoch, dass allein wegen der Erkrankung von Implantaten abgeraten werden müsste. Die Dauer des Diabetes spielt dabei eine wichtige Rolle: Je länger ein Patient an Diabetes leidet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs. Fünf bis zehn Prozent der Menschen zwischen fünfzig und siebzig Jahren leiden an den Folgen einer Osteoporose. Die Erkrankung verändert den Knochenstoffwechsel und könnte theoretisch den Erfolg einer Implantatversorgung beeinflussen. Es wurde jedoch festgestellt, dass für den Erfolg lediglich die lokale Knochenqualität im Kiefer entscheidend ist, die üblicherweise nicht dieselben Veränderungen zeigt wie Knochen an anderen Stellen des Körpers. Bestimmte Gewohnheiten haben einen wesentlich größeren Einfluss auf den Erfolg des Eingriffs als die bisher beschriebenen ernsthaften Erkrankungen. Gerade bei älteren Patienten darf der Einfluss des Rauchens nicht unterschätzt werden. Alle bisherigen Studien zeigen, dass Rauchen die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung des Gewebes um das Implantat (Periimplantitis) stark erhöht und dadurch zum Verlust des Implantats führen kann. Für Alkoholismus lässt sich Vergleichbares nicht behaupten. Gute Mundhygienegewohnheiten sind die Grundlage für ein langes Überleben eines Zahnimplantats. Sämtliche bisherigen Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen schlechter Hygiene und vorzeitigem Implantatverlust gezeigt. Gerade unter älteren Menschen gibt es viele, die aufgrund eingeschränkter motorischer oder anderer Fähigkeiten nicht in der Lage sind, Zahnimplantate richtig zu pflegen. Dieser Faktor darf bei der Planung einer solchen Versorgung nicht außer Acht gelassen werden. Die Mundhygiene steht in Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen angesichts der Umstände häufig nicht an erster Stelle; dasselbe gilt auch in den Familien älterer Menschen. Aus unserer eigenen Praxis können wir sagen, dass die regelmäßige Kontrolle der Hygiene unverzichtbar ist und das wiederholte Hinweisen der Betreuungspersonen auf dieses Problem eine zentrale Aufgabe darstellt, wenn wir uns für einen Eingriff bei älteren Patienten entscheiden.
Je nach Problematik, die das Risiko eines Misserfolgs erhöht, entscheiden wir uns für eine konventionelle prothetische Versorgung oder eine implantatgestützte Versorgung. In jedem Fall suchen wir nach Lösungen, die mit möglichst geringem Aufwand für den Patienten, möglichst geringem Misserfolgsrisiko und möglichst geringer finanzieller Belastung zu einer optimalen prothetischen Versorgung mit Zahnimplantaten führen. Die häufigste Lösung, die wir bisher eingesetzt haben und die auch in der internationalen Literatur besonders häufig und als optimal beschrieben wird, ist die Versorgung des zahnlosen Unterkiefers mit zwei Implantaten und einer Totalprothese. Durch starke Knochenresorption und den Verlust vertikaler Komponenten verliert der Unterkiefer die Möglichkeit, einer unteren Totalprothese ausreichend Halt zu geben. Konventionelle Prothesen werden dadurch instabil. Zwei Implantate in dem Bereich, in dem die Knochenqualität am besten ist und das Risiko fachlicher Fehler und damit von Komplikationen gering ist, bieten der Prothese ausreichenden Halt. Die zeitliche Belastung durch den Eingriff ist minimal, die Heilungsdauer des Operationsgebiets kurz und die Implantate können relativ schnell belastet werden. Meist verwenden wir die bereits vorhandene Totalprothese, wodurch die Belastung für den Patienten zusätzlich sinkt und der okklusale Komfort (Bissgewohnheiten) unverändert bleibt. Dies ist besonders wichtig, weil ältere Menschen Veränderungen in der Regel schwerer akzeptieren.
Angesichts der Tabus, die bei der Versorgung älterer Menschen mit Zahnimplantaten bestehen, ist es unsere Aufgabe, sie aufzuklären und sie zu Schritten zu ermutigen, die ihr Leben verlängern und dessen Qualität verbessern können.
