Die skandinavischen Länder besuchte ich erstmals während meiner Studienzeit wegen eines Studienaustauschs und Praktikums. Damals hielt ich mich in der Stadt Umeå auf, weit im Norden Schwedens. Die geheimnisvolle Atmosphäre, die ungewöhnlichen Veränderungen des Tageslichts im Laufe des Jahres und das Trinken bis zur Besinnungslosigkeit sind mir in bittersüßer Erinnerung geblieben.
Trotz allem vermittelten mir die Länder im Norden stets das Gefühl, als wäre ich früher schon einmal dort gewesen – wenn nicht ich selbst, dann meine Vorfahren. Obwohl es schwierig war, schaffte ich es auch, meine Familie mit nach dort oben zu nehmen. Sie bereuten es nicht, als wir in Andenes im Norden der Lofoten Pottwale beobachteten, in hübschen umgebauten Fischerhäuschen an der westlichen norwegischen Küste schliefen, unverschämt teure Fischgerichte probierten und noch unverschämter teure Getränke tranken.
Kiruna zu Neujahr, ein Städtchen, das auf den reichsten Eisenerzvorkommen der Welt liegt und gerade in ein anderes Gebiet verlegt wird, ist nach unseren Vorstellungen von ausgelassenen Neujahrsfeiern ein wahrhaft totes Städtchen. Auf die Landkarte gebracht hat es das zwanzig Kilometer entfernte Eishotel, das als erstes Hotel dieser Art Gäste aus aller Welt anzog.
Unsere dunkle Winterreise bereicherten wir mit einer Rentierschlittenfahrt. Das Schlafen in lappländischen Zelten auf Tierfellen bei minus zwanzig Grad ist ebenso unvergesslich wie das Angeln durch Löcher im Eis.















