Haben Menschen mit Diabetes ein höheres Risiko für Entzündungen im Mund?
Zahnarzt Tomaž Rotar antwortet:
Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Patienten aufgrund einer Störung der Insulinsekretion oder -wirkung einen erhöhten Blutzuckerspiegel haben. Die Folgen des Diabetes im Körper entstehen durch die dauerhaft erhöhte Glukosekonzentration im Blutkreislauf. Die Patienten sind dadurch anfälliger für verschiedene Entzündungen, einschließlich Entzündungen des Zahnhalteapparates. Man kann sagen, dass Diabetes für ein schnelleres Fortschreiten der Parodontalerkrankung verantwortlich ist, wenn nicht sogar für deren Entstehung. Neben der schnelleren Entwicklung der Entzündung heilen Wunden aufgrund der geschwächten Abwehr des Gewebes auch deutlich langsamer. Diabetes führt jedenfalls zu einem schlechteren Zustand des Parodontalgewebes; umgekehrt kann eine Parodontalerkrankung die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen bei Diabetikern erhöhen.